Bei der Bauchwandhernie handelt es sich um eine Vorwölbung des Bauchfells (innerste Schicht der Bauchdecke) durch eine angeborene oder erworbene Muskellücke in der Bauchwand. Durch den sogenannten Bruchsack können Bauchorgane nach außen rutschen.

Die Bildung von Hernien wird durch eine angeborene Bindegewebsschwäche oder nachlassende Gewebefestigkeit der Bauchwand im Alter begünstigt. Auslöser für den Bruch ist in der Regel ein ungewöhnlich großer Druck im Bauchraum, der u.a. durch Husten, Pressen oder Heben schwerer Gegenstände, Verletzungen, Tumore oder Wasseransammlungen verursacht werden kann.

Bei kleinen Brüchen zeigen sich Symptome wie Druckgefühl oder ziehende, stechende Schmerzen bei Anspannung der Bauchmuskulatur nur unter Belastung. Im Anfangsstadium ist somit eine Bauchwandhernien-OP noch nicht zwingend notwendig. Dennoch kann man davon ausgehen, dass sich der Zustand im Laufe der Zeit verschlechtert, da sich ein Bruch nicht von selbst zurückbildet. Spätestens dann, wenn die Hernie von außen tastbar ist und die Betroffenen unter Problemen beim Stuhlgang leiden und sich krank fühlen, sollte eine Operation der Bauchwandhernie durchgeführt werden.

Hernie

Vor einer Bauchbruch-OP ist eine umfangreiche Diagnose notwendig, um u.a. die genaue Lage der Hernie bestimmen zu können. Für den Eingriff selbst stehen verschieden Operationsverfahren, abhängig von Art des Bruches sowie Alter und Allgemeinzustand des Patienten, zur Verfügung.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist ein Bauchwandbruch?

Jeder Bauchwandbruch besteht aus Bruchsack (ausgestülptes Bauchfell), Bruchpforte (Bruchlücke) und Bruchinhalt (meist Darm). Bruchpforten entstehen meist durch Ausweitung kleiner Lücken der Bauchwand (Abb. 1). Die häufigsten Brüche (Abb. 2) sind der Nabelbruch, Leistenbruch, Schenkelbruch, Oberbauch- oder epigastrische Bruch und der Narbenbruch. Daneben gibt es eine Reihe seltener Bruchpforten und Brüche, so z.B. unterhalb des Nabels, oberhalb der Harnblase oder in der Lendengegend.

Welche Operationsverfahren gibt es?

Für die Operation stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung:

  • Herkömmliche (offene) Methode:
    Die Bruchlücke wird durch einen Hautschnitt der erforderlichen Länge freigelegt, der Bruchinhalt in die Bauchhöhle zurückgeschoben und der Bruchsack entfernt. Nun gibt es folgende Möglichkeiten:

    • Direkte Naht, Verlagerung oder Raffung körpereigenen Materials (Faszie, Muskulatur, überschüssige Haut des Bruchsacks) oder
    • Unterstützung durch Fremdmaterial (z.B. Kunststoffnetz oder organisches Material); dieses kann z.B. zwischen Muskelhaut und Bauchfell eingenäht werden und so zur Verstärkung des körpereigenen Gewebes oder zur Überbrückung einer größeren Lücke dienen.
  • Laparoskopische Methode:
    Die Bauchhöhle wird über eine Kanüle mit Kohlendioxid gefüllt. Dann werden über mehrere kleine Schnitte ein optisches Instrument (Laparoskop) sowie die Operationsinstrumente in die Bauchhöhle eingeführt. Bestehende Verwachsungen der Baucheingeweide werden sorgfältig abgelöst. Der Bruchsack wird in die Bauchhöhle gezogen und evtl. abgetragen, die Bruchlücke möglichst durch Naht verschlossen und in jedem Fall durch ein Kunststoffnetz überlappend abgedeckt. Dieses Netz kann vor oder hinter dem Bauchfell eingesetzt und mit Nähten, Tackern oder Klebern an der Bauchwand/​Muskelhaut befestigt werden.
    Das Kunststoffnetz kann auch an der Innenseite der Bauchwand mit Nähten oder Tacker eingepflanzt werden (IPOM). Ein sehr großer Defekt (über 8 cm) wird ggf. zuvor durch Nähte eingeengt.

Wie sind die Erfolgsaussichten?

Die meisten Brüche werden mit bleibendem Erfolg operiert. Rückfälle kommen jedoch bei allen Methoden vor, wenn Nähte, Kunststoffe oder eigenes Körpergewebe nicht halten, insbesondere bei Übergewicht, gestörtem Heilungsverlauf, ungenügender körperlicher Schonung, übermäßigem Rauchen und Alkoholgenuss.

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Dieses Video enthält Informationen zum Leistenbruch und es wird erklärt welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Videolänge: 1 Minuten 55 Sekunden | Auflösung: High-Definition

Leistenbruch - Informationen und Behandlungsmöglichkeiten